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die eiche

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gewaltig und schaurig und doch wunderschön
sieht man die eiche am wegesrand steh'n.

viele jahrhunderte hindurch hielt sie stand,
wo manch anderes geschöpf sein ende längst fand.

in ihrem schatten fanden viele leid und glück,
meist blieben nur geschichten in ihrer rinde zurück.


doch ist das ende der eiche bestellt.
es naht der tag an dem man sie fällt.

das fleisch des baumes ist aus härtestem holz,
doch all dies nützt nichts gegen menschlichen stolz.

wo sie über dreihundert Jahre am wegesrand war,
verläuft bald eine straße mit lärm und gefahr.

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© Hermann Seitz

Dieses Gedicht schuf

Hermann Seitz.

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Foto © Walter J.Pilsak

hermann seitz ist 1964 in kondrau geboren. er ist verheiratet und hat zwei kinder.von beruf ist er verputzer und bauarbeiter.er selbst

sagt: ein bekannter lock- und werbespruch hieß einmal: "sei schlau, komm zum bau" oder so ähnlich! seitdem bin ich bei meiner

arbeit wind und wetter ausgesetzt und habe mit schreiben, der poesie und dichtkunst eigentlich nichts am hut. nur manchmal überkam

es mich, wenn ich so richtig im streß war - dann fielen mir immer einige texte und verse ein, die ich zuhause schriftlich festhielt.auch

wenn meine verse noch etwas einfach klingen und es an der lyrischen perfektion fehlt, habe ich mich dazu entschlossen, sie ins netz zu stellen.

vielleicht gibt es doch jemanden, dem sie gefallen und der nicht so strenge maßstäbe anlegt, was meine poesieversuche betrifft. schließlich ist

noch kein meister vom himmel gefallen!