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Die milde Herbstsonne vergoldet die Birke vor meinem Fenster
und ich sehe das Leuchten ihrer bebenden Blätter im Wind;
wie lange waren meine Augen blind
für solche Schönheit.

Der Morgentau glitzert wie funkelnder Diamant auf den Grashalmen.
Meine nackten Füße spüren das belebende Prickeln bei jedem Tritt.
Wie lange waren meine Sinne tot
für solches Empfinden.

Vogelgezwitscher klingt an mein Ohr, Kaskaden von Tönen
und verzaubern meine Trübsal in Heiterkeit.
Wie lange waren meine Ohren taub
für solche Freuden.

Du birgst mich in deinen Armen
und mein Herz öffnet sich wie ein Blütenkelch der Sonne.
Wie lange war meine Seele verschlossen
für solches Glück.





© Helga Greier


Das Gedicht habe ich dankenswerterweise von Helga Greier erhalten. Es wurde in einem Buch gedruckt, (ISBN 3-98 10552-0-9) das leider vergriffen ist.

Foto ©

Walter J.Pilsak