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Sterben unsere letzten Alleen?

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Straßenneubau und Autoabgase sind der Straßenbäume Tod





Das Umweltbewußtsein großer Bevölkerungskreise hat sich angesichts der kranken Wälder und der geschundenen Natur stark gewandelt. Viele sind jetzt auch gewillt, zugunsten der Natur selber einige Nachteile in Kauf zu nehmen. Auch viele Straßenneubauten geraten bei der Bevölkerung immer mehr ins Zwielicht. Die Proteste und auch die Alternativvorschläge von Bürgern werden von den Straßenbauern aber oft ignoriert. Bäume werden abgeholzt und ganze Alleen, die viele Jahrzehnte lang das Landschaftsbild entscheidend prägten, werden von heute auf morgen zugunsten einer begradigten und verbreiterten Straße gefällt.

Oben: Kastanienallee bei Neualbenreuth

Unersättlicher Landverbrauch!


Dieter Wieland, der Autor der Fernsehserie "Topografie", beschreibt die derzeitige Situation im Straßenbau treffend in seinem Buch: "Grün kaputt" mit folgenden Sätzen: Ein Kahlschlag geht durch das Land. Noch nie hat eine Generation so viel Landschaft verbraucht. Und so viel Bäume gefällt. Noch nie hat eine Generation soviel Natur bereinigt, begradigt, planiert, drainiert und zugeschüttet. Und versiegelt und verbaut mit Asphalt und Beton. Jedes Jahr 60 000 Hektar in der Bundesrepublik. Die Größe des Bodensees. Und schon wieder fehlen 3000 Kilometer Autobahn. Schon wieder fehlen Bauland und Gewerbezonen. Wir planen wie für einen Kontinent mit unerschöpflichen Reserven. Dabei sind wir eines der kleinsten Länder der Welt.
Zu Tode gesalzt!

Links: Lindenallee bei Bärnau

Die Alleen und Straßenbäume sind nicht nur durch Straßenverbreiterungen und Verlegungen, sondern auch durch Autoabgase und Streusalze gefährdet. Mit einem vernünftigen Gebrauch des Salzes, oder der ersatzweisen Verwendung von Streusplitt, dort wo es möglich ist, wäre den Bäumen schon etwas geholfen. Vielerorts wird dem zwar schon Rechnung getragen, doch ist dies immer noch zu wenig! Um unsere Straßenbäume mehr zu schonen, ist auch der Kraftfahrer selbst gefordert. Er sollte dies mit einer devensiveren Fahrweise tun. Wenn wir uns nicht rechtzeitig besinnen und uns mehr unserer Umwelt annehmen, von der wir letztlich abhängig sind, werden unsere Nachkommen auf der Erde kein lebenswertes Dasein mehr führen können!
Wie sagte doch der bekannte Journalist Horst Stern: "Bald werden wir überall hinfahren können, aber es wird sich nicht lohnen, dort anzukommen."


Text © Walter J.Pilsak

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