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Bäume als Blitzableiter



Bäume haben schon viele Gebäude vor Blitzschlag bewahrt. Der Hausbaum, der schon immer Tradition war, stellte sich der Urgewalt des Himmels, den Blitzen entgegen. Bevor der Blitz das Haus traf, schlug er in den meist höheren Hausbaum ein. Er erfüllte also einen ganz nützlichen Zweck. Er war sozusagen eine Feuerversicherung für das Haus. Andererseits duldete man Birken gerade deshalb, weil sie Blitze anziehen sollen, nicht in der Nähe von Häusern. Den Holunderstrauch dagegen sah man wegen seiner Bltzabweisenden Kraft gerne in der Nähe der Stallungen, obwohl ja gerade in Ich, allein schon wegen einer geringen Größe kaum ein Blitz einschlagen kann. Ein alter Volksspruch lautet auch: Vor den Eichen sollst du weichen, vor den Fichten sollst du flüchten, auch die Weiden sollst du meiden, doch die Buchen sollst du suchen! Wenn man sich auch bei einem Gewitter an diesen Spruch in keinem Fall halten sollte, so liegt aber doch ein Quäntchen Wahrheit darin! Jeder Forstmann wird bestätigen können, daß Buchen recht selten vom Blitz getroffen werden. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein Blitz in eine Kiefer einschlägt ist etwa 37 mal so hoch und für die Eiche 60 mal so groß. Erklärt wird dies damit, daß die Rotbuchen zu den fett- oder ölreichen Bäumen zählen. Sie sind deshalb schlechte Leiter für die Luftelektrizität. Zu diesen Baumarten zählen auch Linden und Nußbäume, während Eichen, Ahorn, Fichten, Pappeln und Weiden dagegen ölarm sind. Sie sind deshalb auch viel stärker vom Blitz gefährdet.

Das Foto zeigt eine vom Blitz gefällte Fichte


Text © Walter J.Pilsak

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